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IPC-Schwimm-Europameisterschaften 2011 in Berlin
9 Goldmedaillen, 14
Silbermedaillen und 11 Bronzemedaillen für Deutschland

Die IPC Schwimm-Europameisterschaften 2011 in
Berlin waren ein rundum gelungenes Spitzenereignis des
Behindertensports. Für das deutsche Schwimmteam brachte dieser
internationale Leistungsvergleich im vor-paralympischen Jahr
wertvolle Hinweise auf das Konkurrenzniveau.
In der Medaillenwertung erreichte Deutschland
einen achtbaren sechsten Platz. „Alle Mitwirkenden, die
Organisatoren, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die
Athleten selbst sowie ihre Trainer und Betreuer haben eine EM
erlebt, an die sie sich noch lange erinnern werden“, sagte Friedhelm
Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands
(DBS), zum Abschluss der siebentägigen Wettbewerbe vom 3. bis 10
Juli. „Wir danken den Berliner Gastgebern und unseren Sponsoren
sowie spobox.tv, das kostenfreie LiveÜbertragungen aus der Schwimm-
und Sprunghalle des Europasportparks im Internet anbot.“
Mit 9 Goldmedaillen, 14 Silbermedaillen und 11 Bronzemedaillen
schnitt das deutsche Schwimmteam bei diesem Europavergleich
außerordentlich gut ab. Viele unserer Schwimmerinnen und Schwimmer,
die sich für die Paralympics 2012 in London qualifizierten, können
sich auch dort Spitzenplätze ausrechnen. Erfolgreichste deutsche
Athletin war Daniela Schulte mit 4 mal Gold, 1 mal Silber und 1 mal
Bronze, bei den Schwimmern holte Lucas Ludwig mit 1 mal Gold und 4
mal Silber die meisten Medaillen. „Das ganze Team einschließlich
Trainer- und Betreuerstab hat eine sehenswerte Gesamtleistung
geboten“, sagte Beucher.
  
Daniela Schulte siegte souverän vor ihrer
italienischen Rivalin Cecilia Camellini (3:09,52) über 200 Meter
Lagen SM 11 in sensationellen 2:55,36 Minuten. Als Dritte schlug die
Französin Stephanie Douard (3:13,45) an.
Kirsten Bruhn gewann in einem Kopf-an-Kopf-Rennen
über 100 Meter Freistil S7 Silber in 1:12,65 Minuten vor ihrer
Konkurrentin aus der Ukraine, Ani Palian (1:13,66 Minuten). Bruhn
musste sich lediglich der Britin Susannah Rodgers geschlagen geben,
die als Erste das Ziel nach 1:12,10 Minuten erreichte.
Im Rennen über 100 Meter Freistil S7 griff Tobias
Pollap nach 1:06,73 Minuten ebenfalls zur Silbermedaille. Als Erster
erreichte der Brite Jonathan Fox das Ziel (1:03,83). Dritter wurde
Nikolaos Tsotras (1:07,73) aus Griechenland.
Stefanie Weinberg gewann über 200 Meter Lagen SM
8 in 2:59,53 Minuten Bronze nach der Russin Olesya Vladynkina
(2:46,39) sowie Britin Emma Hollis (2:59,46). Annika Geller
erreichte in 3:35,11 Minuten Platz acht.
Anke Conradi holte in 4:58,10 Minuten Bronze in
der Startklasse S3 über 200 Meter Freistil. Olga Sviderska belegte
Platz eins in 4:25,83 Minuten vor Olema Istomina (4:35,27) - beide
Ukraine.
Über 100 Freistil sicherte sich Maike Naomi
Schnittger Bronze über 100 Meter Freistil in 1:02,49 Minuten. Die
Russin Oxana Savchenko schwamm auf Platz eins mit Weltrekordzeit von
59.38 Sekunden, gefolgt von Danya Stukalova, die als Zweite nach
1:00,28 Minuten anschlug.
Vera Thamm schwamm über 200 Meter Freistil S3 in
5:28,10 Minuten zum vierten Platz.
Über 100 Meter Schmetterling S 10 erreichte Lucas
Ludwig nach 1:12,97 Minuten Platz acht. Erster wurde der Spanier
David Levecq (57,63 Minuten) vor Dmitry Grigorev aus Russland
(58.94) und Mik van der Zanden (59.50).
Der erste Wettkampftag der IPC Schwimm-EM 2011
wird in einem Beitrag in der Sportschau der ARD gezeigt:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7598720
– online abrufbar in der
ARD-Mediathek.

Sebastian Iwanow bereicherte den Satz deutscher
Silbermedaillen nach einem packenden Rennen über 100 Meter Freistil
S6 mit einer Zeit von 1:07,22 Minuten. Yevheniy Bohodayko aus der
Ukraine (1:05,89) schlug als Erster an. Dritter wurde der Schwede
Anders Olsson (1:07,88). Swen Michaelis kam in 01:17,65 Minuten auf
Platz sechs.
Tanja Gröpper kam über 100 Meter Freistil S6 in 01:22,18 Minuten auf
den fünften Platz. Erste wurde Mirijam de Koning-Peper aus den
Niederlanden (01:16,21), gefolgt von der Britin Eleanor Simmonds
(1:16,35) sowie Natalie Jones (1:21,54) ebenfalls aus
Großbritannien.
Daniel Simon erreichte über 100 Meter Freistil S13 mit 00:55,50
Minuten Platz sechs. Robert Dörries wurde in 00:59,26 Minuten
Achter. Erster dieses Rennens wurde Dzmitry Salei aus Belarius
(00:53,36). Der Ukrainer Oleskii Fedyna schamm auf Platz zwei
(00:53,62).
Den fünften Platz erreichte Elena Krawzow über 100 Meter Freistil
S13 in 01:10,93 Minuten. Vor ihr schlug die Britin Rhiannon Henry
(01:00,95) als Erstplatzierte an. Iryna Balashova (Ukraine) folgte
auf Rang zwei (01:02,72). Marta Maria Gomez Battelli aus Spanien
wurde Dritte (01:07,86).
Das deutsche Staffellteam der Frauen erreichte über 4 x 100 Meter
Lagen (34 PT) nach 05:39,39 Minuten eine sechste Platzierung. Den
ersten Platz sicherte sich das britische Frauenteam (04:52,40) vor
den Schwimmerinnen aus Russland (05:06,82). Den dritten Platz
belegte das Team aus Spanien (05:08,70).
Das Staffelteam der Herren kam ebenfalls auf den sechsten Platz in
04:41,21 Minuten. Es siegte Russland (04:16,40). Der zweite Platz
ging an die Ukraine (04:17,53). Als Dritte kam das britische Team
(04:25,17) ins Ziel.
Bei besten Wettkampfbedingungen, strahlendem
Sonnenschein und mit 22 Grad optimaler Wassertemperatur ging die IPC
Schwimm EM 2011 im Open Water mit drei Langstreckenrennen über fünf
Kilometer in den Startklassen S10 und S13 bei den Männern und der
Startklasse S10 bei den Frauen zu Ende.
Lucas Ludwig gewann Gold im Offenen Wasser in der Startklasse S10
mit einer Zeit von 1:05:45,7 Stunden vor der starken Konkurrenz.
Emanuel Goncalves aus Portugal erreichte als Zweiter (1:05:55,9) das
Ziel, gefolgt vom Belgier Sven Decaesstecker (1:05:59,6). Lucas
Ludwig war im Finish nicht zu schlagen. Er wurde Europameister im
Open Water der IPC Schwimm EM 2011. Christoph Burkard schwamm in
1:09:57,3 Stunden auf Platz sechs.
Robert Dörries erreichte in der Startklasse S13 in 1:15:15,3 Stunden
einen sehr guten Platz zwei hinter dem Spanier Enrique Floriano
(1:05:42,2).
Bei den Wettkämpfen der Frauen startete das deutsche Team nicht.
In der Startklasse S 10 gewann die Kroatin Sanja Milojevic
(1:14:48,8).
Nach der Siegerehrung feierte das deutsche Team gemeinsam mit Fans
an der Regattastrecke Grünau Goldschwimmer Lucas Ludwig aus Berlin.
Das Team Deutschland belegte mit 9 Mal Gold, 14 Mal Silber und 11
Mal
Bronze Rang sechs im Medaillenspiegel.
| Medaillenspiegel |
| Rang |
Nation |
|
Gold |
Silber |
Bronze |
Gesamt |
| 1 |
Ukraine |
41 |
37 |
27 |
105 |
| 2 |
Großbritannien |
27 |
26 |
30 |
83 |
| 3 |
Spanien |
26 |
13 |
18 |
57 |
| 4 |
Russland |
22 |
21 |
21 |
64 |
| 5 |
Niederlande |
11 |
6 |
7 |
24 |
| 6 |
Deutschland |
9 |
14 |
11 |
34 |
| 7 |
Frankreich |
6 |
7 |
10 |
23 |
| 8 |
Belarius |
5 |
7 |
10 |
23 |
| 9 |
Schweden |
4 |
6 |
3 |
13 |
| 10 |
Norwegen |
4 |
2 |
1 |
7 |
Für mehr Informationen zu den Schwimm-Europameisterschaften besuchen
Sie bitte die
offizielle Website unter
http://www.ecswimming2011.com |
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