Penzberg/Montichiari. Edelmetall hatte sich Wolfgang
Sacher bei den Bahn-Weltmeisterschaften im
Handicap-Radsport vorgenommen. Am Ende trat der
44-Jährige mit den Plätzen fünf, sieben und zehn die
Heimreise nach Penzberg an. Sacher zeigte sich über
seine Resultate enttäuscht: Konzentrationsprobleme und
vor allem die immer stärker werdende
Professionalisierung im Behindertensport seien seiner
Meinung nach die Hauptgründe für das Verpassen einer
Medaille gewesen.
Besonders in der 4.000-Meter-Verfolgung zeigte sich das
steigende internationale Leistungsniveau: Sachers 4:49
Minuten hätten bei den Paralympics 2008 noch zum Einzug
ins Finale der besten Vier gereicht – im Velodrom von
Montichiari landete der Penzberger damit auf dem siebten
Rang. Beim Kilometer-Zeitfahren kam er mit 1:10,6
Minuten nahe an seine persönliche Bestzeit heran und war
im zweiten Teil des Rennens Drittschnellster des
gesamten Feldes – am Ende reichte es für Platz zehn.
Die Professionalisierung des Handicap-Radsports bekam
dabei das gesamte deutsche Team zu spüren: Gerade einmal
eine Bronzemedaille konnten die schwarz-rot-goldenen
Radsportler ihrem Konto gutschreiben. Auch der gute
fünfte Platz im Teamsprint durch Sacher, Mario Hammer
und Pierre Senska konnte diese Statistik nicht
aufwerten. Für Sacher ist diese Statistik ein Weckruf in
Richtung paralympische Spiele 2012 in London.
In den kommenden Wochen will sich der Paralympics-Sieger
deshalb mit seinem Team zusammensetzen, um mögliche
Ursachen für das Ergebnis von Montichiari zu eruieren.
Bereits bei der Straßen-Weltmeisterschaften Anfang
September in Dänemark will Wolfgang Sacher dann wieder
um Edelmetall kämpfen.
Wolfgang Sacher:
„Natürlich bin ich enttäuscht, in Montichiari keine
Medaille geholt zu haben. Ich hatte mich gut
vorbereitet, konnte diese Leistung aber während der
Wettkämpfe nicht zu 100 Prozent abrufen. Bei
internationalen Großereignissen, wie es diese WM war,
rächt sich das natürlich sofort. Das beste Rennen war
dabei sicherlich der Teamsprint – hier harmonierte
unsere Mannschaft sehr gut. An diese Leistung will ich
in Zukunft anknüpfen. Bei der Straßen-WM in Dänemark
erhoffe ich mir im Zeitfahren ein gutes Resultat.“
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www.wolfgangsacher.de