Der Niedersachse hat sich bei den Spielen in Kanada
im Wettkampf, in den Medien und gegenüber den Förderern des
Behindertensports hervorragend präsentiert und trug mit seinen
Leistungen dazu bei, dass Deutschland in der Medaillenwertung den
ersten Platz eingenommen hat.
Und er hat sich mit seiner Teilnahme einen
Traum erfüllt. Er gewann in seinem allerletzten Rennen eine
Medaille, hatte sehr viel Spaß, lief sich durch seine sympathische
Art in die Herzen der Zuschauer und geht wohl als Vorbild und als
„Mann, der ohne Arme keinen Schuss verfehlt“ in die Geschichte des
nordischen Skisports ein. Sportler die herausragende sportliche
Erfolge erzielt haben, können mit dem Silbernen Lorbeerblatt - der
höchsten staatlichen Auszeichnung für sportliche Spitzenleistungen
in Deutschland - ausgezeichnet werden. Bei der Wertung der
Leistungen wird ein strenger internationaler Maßstab angelegt.
Einmalige Höchstleistungen in Einzel- oder
Mannschaftssportarten, wie etwa Gewinne bei Welt- und
Europameisterschaften reichen für eine Auszeichnung grundsätzlich
nicht aus.
Der Bundespräsident verleiht das Ehrenzeichen auf
Antrag des Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, des
Präsidenten des Deutschen Behinderten-Sportverbandes und des
Präsidenten des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes. Die Anträge
werden durch das Bundespräsidialamt und das Bundesministerium des
Innern als dem für den Sport zuständigen Ressort geprüft. Der
Bundesminister des Innern zeichnet den Verleihungserlass nach Art.
58 des Grundgesetzes gegen.
Die Sportlerinnen und Sportler erhalten das tragbare
Ehrenzeichen, eine Verleihungsurkunde und jeweils eine Miniatur der
Auszeichnung.
Zu den bekannten Persönlichkeiten, die in der
Vergangenheit mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt wurden, gehören
u. a.: Franz Beckenbauer, Verena Bentele, Kirsten Bruhn, Stefanie
Graf, Fabian Hambüchen, Matthias Steiner, Birgit Prinz und Jens
Weißflog.