|
 |
6.-17.9.2008
XIII. Sommer-Paralympics in Peking
279 Weltrekorde in 12 Tagen
die "besten Paralympics aller Zeiten" sind zu Ende
Das waren die "besten Paralympics
aller Zeiten", sagte Phil Craven, der Präsident des Internationalen
Paralympischen Komitees (IPC). Peking hat sich mit einer
farbenfrohen Schlussfeier verabschiedet. Die nächsten Paralympics
finden in London statt.
Chinas Staatspräsident Hu Jintao erklärte, in den vergangenen Tagen
hätten "die Athleten den Paralympischen Geist in neue Sphären
gebracht. Der Geist der Solidarität, Freundschaft und Frieden wird
immer in unseren Herzen bleiben."
Um 21.08 Uhr übernahm der Bürgermeister von London, Boris Johnson,
die Paralympische Flagge von seinem Pekinger Amtskollegen Jinglong
Guo. Ein englischer Doppeldecker-Bus fuhr durch das Stadion, auf
seinem Dach rockten junge Menschen verschiedener Hautfarben mit
einem als Lord Nelson verkleideten Gitarristen. London wird rocken,
versprachen die Engländer.
Die erfolgreichste deutsche Behindertensportlerin, Marianne
Buggenhagen, trug bei der zweistündigen Abschlusszeremonie die
deutsche Fahne. Sie war 1994 Deutschlands Sportlerin des Jahres und
gewann im Diskuswurf ihre neunte Goldmedaille. Die
querschnittgelähmte Athletin wird ihre Karriere jetzt beenden.
Mehr als 2000 Protagonisten boten den 91.000 Zuschauern im
ausverkauften Vogelnest ein farbenprächtiges Spektakel. Die Musik
erinnerte an das Musical "König der Löwen". Unter den 91.000
Zuschauern waren 23 Staatsoberhäupter und die Sportminister von 34
Ländern. Um 21.22 Uhr erlosch das Paralympische Feuer still und
leise.
Der sehbehinderte Leichtathlet Said Gomez aus Panama und die
beinamputierte Schwimmerin Natalie du Toit aus Südafrika erhielten
die aus 75 Gramm purem Gold gefertigten
Whang-Youn-Dai-Overcome-Medaille. Diese Plakette erhalten 2
Teilnehmer der Paralympics, die den Geist dieser Spiele am besten
transportiert haben. 2004 in Athen hat der deutsche
Tischtennisspieler Rainer Schmidt diesen Preis erhalten.
Der erfolgreichste Teilnehmer dieser Spiele war der beinamputierte
Schwimmer Mathew Cowdrey aus Australien mit 5 Gold- und 3
Silbermedaillen. Die querschnittgelähmte Leichtathletin Chantal
Petitclerc aus Kanada dominierte im Rollstuhl alle Rennstrecken. Sie
teilte sich mit 5 Goldmedaillen den zweiten Rang mit Natalie du Toit.
Die Pfälzerin Hannelore Brenner holte sich im Reiten zweimal Gold im
Einzel und Silber mit der Mannschaft. Damit war sie die
erfolgreichste deutsche Starterin. Einen neuen Rekord mit 1,29
Millionen verkaufter Tickets konnten die Organisatoren verbuchen. In
Athen 2004 waren 850.000 Eintrittskarten verkauft worden.
zum
Portal des DBS
|